Was passiert bei einer Tattooentfernung

Was passiert bei einer Tattooentfernung?

Diejenigen, die sich zu einer Tattoentfernung entschlossen haben, wollen natürlich bei der Methodenwahl vorab wissen, wie die Entfernung des Tattoos abläuft. Je nach Methode (Lasertechnologie, Skinial-Methode, chirurgische Methode) ist es jedoch unterschiedlich, wie die Tattoo-Entfernung abläuft, also was dabei bei der jeweiligen Methode passiert.

Was passiert bei einer Tattooentfernung mittels Laser?

Hier muss man zunächst wissen, dass es sich bei Tätowierungen um gebündelte Farbpigmente handelt, die in der Haut eingekapselt sind. Wenn nun ein Laser zur Tattooentfernung eingesetzt wird, so ist die Wellenlänge des Laserlichts so eingestellt, dass das Licht ausschließlich vom Farbstoff in der Haut aufgenommen wird, das heißt also, dass das Licht von der restlichen Haut durchgelassen wird. Die Pigmente der Farbstoffe absorbieren dann das Licht. Durch die aufgenommene Energie zerplatzen die Pigmente und werden in kleinste Einzelteile zerlegt. Hierbei kommt es zu einem kurzen Platz- bzw. Sprengeffekt, der zuweilen zu hören ist. Die nunmehr freiliegenden Farbpartikel können dann vom menschlichen Immunsystem aufgenommen werden und werden über das Lymphsystem bis hin zum jeweiligen Lymphknoten abtransportiert.

Über diesen werden die Partikel dann über die Niere oder den Darm ausgeschieden. Interessant zu wissen ist sicherlich auch, dass es bei der Laserbehandlung zu einer sofortigen Weißverfärbung des Behandlungsbereiches kommt, die mehrere Minuten anhält. Gleichfalls wissenswert ist sicherlich auch, dass während der Laserbehandlung sowohl von dem Patienten als auch von dem Arzt eine Spezialbrille getragen werden muss, um die Augen zu schützen. Der Laserimpuls dauert zwar nur Nanosekunden an und ist so gut wie unsichtbar, ist aber sehr strahlungsintensiv.

Wie funktioniert Tattooentfernung mit Milchsäurelösung (Skinial-Methode)?

Im Mittelpunkt der Skinial-Methode (benannt nach den gleichnamigen „Skinial-Entfernungsstudios“, einer Kette des Unternehmens Oxford Skin Center) steht eine Tattooentfernung mittels einer Milchsäurelösung. Bei einer solchen handelt es sich um die am weitest verbreitete Säure in der Natur. In der Form von Lactat ist sie für den menschlichen Organismus ein normaler Bestandteil und wichtiges Zwischenprodukt im Stoffwechsel. Darüber hinaus wirkt sie auch antiseptisch. Aber wie wird die Milchsäure nunmehr bei der Skinial-Methode eingesetzt und was bewirkt sie dabei?

Zunächst einmal wird die sich über der Tätowierung befindliche Oberhaut mit Hilfe eines Mikro-Pigmentiergerätes in Form kleiner runder oder ovaler Punkte abgetragen und zwar bis zu einer Tiefe von ca. 0,5 mm. Danach wird auf diese Fläche eine gering konzentrierte Lösung auf der Basis von Milchsäure (Entfernungsflüssigkeit) aufgeträufelt. Diese dringt dann bis zu den Farbpigmenten des Tattoos vor. Zum weiteren Verständnis: die Farbpigmente des Tattoos sind von Makrophagen umhüllt. Bei den Makrophagen handelt es sich um so genannte „Fresszellen“, die zum Immunsystem gehören und verhindern, dass die Farbpigmente in der Haut vom Immunsystem als Fremdkörper wahrgenommen und abgestoßen werden. Die Entfernungsflüssigkeit bewirkt nun, dass sich die Makrophagenhülle von den Farbpigmente des Tattoos löst. Infolge dessen erkennt der Körper, dass es sich um „Fremdkörper“ handelt, die dann an die Hautoberfläche abgestoßen werden. Dort werden die Farbpimente im Wundschorf gebunden und fallen dann nach ca. 1 – 2 Wochen ab. Nach der vollständigen Heilung der abgetragenen Hautfläche kann dann die Behandlung in der Nachbarschaft der bereits entfernten Stelle fortgesetzt werden, sofern dieses durch die Größe des Tattoos erforderlich ist.

Was passiert bei einer chirurgischen Tattooentfernung?

Bei der chirurgischen Tattooentfernung handelt es sich im wahrsten Sinne des Wortes um eine „einschneidende“ Methode. Das vom Tattoo betroffene Hautstück wird mit Hilfe eines Skalpells herausgeschnitten. Dabei wird die Haut, die sich in der Nachbarschaft des Tattoos befindet, vom Untergrund gelöst. Bei mittelgroßen Tattoos wird empfohlen, die Haut vorher einige Wochen mit Hilfe eines Expanders vorzudehnen. Je lockerer und dehnbarer die Haut ist, desto mehr Gewebe kann entfernt werden.

Die Operation selbst wird in der Regel im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose vorgenommen. Bei guter Verbandspflege heilen die Wunden schnell, sodass die Fäden nach ca. 2 Wochen entfernt werden können. Es verbleiben jedoch Narben. Auch gibt es Einschränkungen bei der chirurgischen Tattooentfernung: im Bereich des oberen Rückens sowie im Bereich der Unterschenkelvorderseite erweist sich selbst die Entfernung eines „nur“ mittelgroßen Tattoos als äußerst schwierig.
Als eine weitere Form der chirurgischen Tattooentfernung gilt die so genannte Dermabrasio. Dabei handelt es sich um eine Hautabschleifung, die immer dann angewendet wird, wenn das Tattoo zu groß ist, um es herauszuschneiden. Bei der Dermabrasio werden die oberen Hautschichten mit einer rotierenden Diamentenfräse so weit abgeschliffen, bis die Farbpigmente freiliegen und entfernt werden können.

Es bildet sich im Anschluss eine tiefe Schürfwunde, welche nässt und mehrere Wochen bis zur Abheilung braucht. Am Ende entsteht eine Narben, die der einer Verbrennung mittleren Grades ähnelt.

Was passiert bei einer Tattooentfernung

Was passiert bei einer Tattooentfernung?

Diejenigen, die sich zu einer Tattoentfernung entschlossen haben, wollen natürlich bei der Methodenwahl vorab wissen, wie die Entfernung des Tattoos abläuft. Je nach Methode (Lasertechnologie, Skinial-Methode, chirurgische Methode) ist es jedoch unterschiedlich, wie die Tattoo-Entfernung abläuft, also was dabei bei der jeweiligen Methode passiert.

Was passiert bei einer Tattooentfernung mittels Laser?

Hier muss man zunächst wissen, dass es sich bei Tätowierungen um gebündelte Farbpigmente handelt, die in der Haut eingekapselt sind. Wenn nun ein Laser zur Tattooentfernung eingesetzt wird, so ist die Wellenlänge des Laserlichts so eingestellt, dass das Licht ausschließlich vom Farbstoff in der Haut aufgenommen wird, das heißt also, dass das Licht von der restlichen Haut durchgelassen wird. Die Pigmente der Farbstoffe absorbieren dann das Licht. Durch die aufgenommene Energie zerplatzen die Pigmente und werden in kleinste Einzelteile zerlegt. Hierbei kommt es zu einem kurzen Platz- bzw. Sprengeffekt, der zuweilen zu hören ist. Die nunmehr freiliegenden Farbpartikel können dann vom menschlichen Immunsystem aufgenommen werden und werden über das Lymphsystem bis hin zum jeweiligen Lymphknoten abtransportiert.

Über diesen werden die Partikel dann über die Niere oder den Darm ausgeschieden. Interessant zu wissen ist sicherlich auch, dass es bei der Laserbehandlung zu einer sofortigen Weißverfärbung des Behandlungsbereiches kommt, die mehrere Minuten anhält. Gleichfalls wissenswert ist sicherlich auch, dass während der Laserbehandlung sowohl von dem Patienten als auch von dem Arzt eine Spezialbrille getragen werden muss, um die Augen zu schützen. Der Laserimpuls dauert zwar nur Nanosekunden an und ist so gut wie unsichtbar, ist aber sehr strahlungsintensiv.

Wie funktioniert Tattooentfernung mit Milchsäurelösung (Skinial-Methode)?

Im Mittelpunkt der Skinial-Methode (benannt nach den gleichnamigen „Skinial-Entfernungsstudios“, einer Kette des Unternehmens Oxford Skin Center) steht eine Tattooentfernung mittels einer Milchsäurelösung. Bei einer solchen handelt es sich um die am weitest verbreitete Säure in der Natur. In der Form von Lactat ist sie für den menschlichen Organismus ein normaler Bestandteil und wichtiges Zwischenprodukt im Stoffwechsel. Darüber hinaus wirkt sie auch antiseptisch. Aber wie wird die Milchsäure nunmehr bei der Skinial-Methode eingesetzt und was bewirkt sie dabei?

Zunächst einmal wird die sich über der Tätowierung befindliche Oberhaut mit Hilfe eines Mikro-Pigmentiergerätes in Form kleiner runder oder ovaler Punkte abgetragen und zwar bis zu einer Tiefe von ca. 0,5 mm. Danach wird auf diese Fläche eine gering konzentrierte Lösung auf der Basis von Milchsäure (Entfernungsflüssigkeit) aufgeträufelt. Diese dringt dann bis zu den Farbpigmenten des Tattoos vor. Zum weiteren Verständnis: die Farbpigmente des Tattoos sind von Makrophagen umhüllt. Bei den Makrophagen handelt es sich um so genannte „Fresszellen“, die zum Immunsystem gehören und verhindern, dass die Farbpigmente in der Haut vom Immunsystem als Fremdkörper wahrgenommen und abgestoßen werden. Die Entfernungsflüssigkeit bewirkt nun, dass sich die Makrophagenhülle von den Farbpigmente des Tattoos löst. Infolge dessen erkennt der Körper, dass es sich um „Fremdkörper“ handelt, die dann an die Hautoberfläche abgestoßen werden. Dort werden die Farbpimente im Wundschorf gebunden und fallen dann nach ca. 1 – 2 Wochen ab. Nach der vollständigen Heilung der abgetragenen Hautfläche kann dann die Behandlung in der Nachbarschaft der bereits entfernten Stelle fortgesetzt werden, sofern dieses durch die Größe des Tattoos erforderlich ist.

Was passiert bei einer chirurgischen Tattooentfernung?

Bei der chirurgischen Tattooentfernung handelt es sich im wahrsten Sinne des Wortes um eine „einschneidende“ Methode. Das vom Tattoo betroffene Hautstück wird mit Hilfe eines Skalpells herausgeschnitten. Dabei wird die Haut, die sich in der Nachbarschaft des Tattoos befindet, vom Untergrund gelöst. Bei mittelgroßen Tattoos wird empfohlen, die Haut vorher einige Wochen mit Hilfe eines Expanders vorzudehnen. Je lockerer und dehnbarer die Haut ist, desto mehr Gewebe kann entfernt werden.

Die Operation selbst wird in der Regel im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose vorgenommen. Bei guter Verbandspflege heilen die Wunden schnell, sodass die Fäden nach ca. 2 Wochen entfernt werden können. Es verbleiben jedoch Narben. Auch gibt es Einschränkungen bei der chirurgischen Tattooentfernung: im Bereich des oberen Rückens sowie im Bereich der Unterschenkelvorderseite erweist sich selbst die Entfernung eines „nur“ mittelgroßen Tattoos als äußerst schwierig.
Als eine weitere Form der chirurgischen Tattooentfernung gilt die so genannte Dermabrasio. Dabei handelt es sich um eine Hautabschleifung, die immer dann angewendet wird, wenn das Tattoo zu groß ist, um es herauszuschneiden. Bei der Dermabrasio werden die oberen Hautschichten mit einer rotierenden Diamentenfräse so weit abgeschliffen, bis die Farbpigmente freiliegen und entfernt werden können.

Es bildet sich im Anschluss eine tiefe Schürfwunde, welche nässt und mehrere Wochen bis zur Abheilung braucht. Am Ende entsteht eine Narben, die der einer Verbrennung mittleren Grades ähnelt.